Zecken: Die wichtigsten Fakten

Zecken sind blutsaugende Parasiten, die zu den Spinnentieren gehören. In Deutschland kommen circa 20 Arten vor, die häufigste ist der Gemeine Holzbock. Diese Fakten sollte man kennen:

Wo lauern Zecken?

Holzböcke lauern auf Grashalmen, Sträuchern oder im Gebüsch und lassen sich von ihrem Wirt abstreifen. Adulte Zecken sitzen meist in einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern – von Bäumen auf ihre Opfer fallen lassen sie sich entgegen verbreiteter Ansicht nicht. Wichtig: Zecken leben nicht nur im Wald oder auf dem Land, sondern auch im Garten, auf dem Sportplatz, im Park oder Freibad sowie im Gebirge bis zu ca. 1500 Metern Höhe.

Wie finden Zecken ihren Wirt?

Der Gemeine Holzbock kann nicht sehen und nutzt für die Orientierung unter anderem das Hallersche Organ an seinen Vorderbeinen. Damit kann er bestimmte Duftstoffe aus dem Schweiß und der Atemluft seiner Opfer erkennen.

Beißen oder stechen Zecken?

Häufig ist von einem „Zeckenbiss“ die Rede. Doch korrekt ist: Zecken stechen. Ihr Stechrüssel hat Widerhaken, mit denen sie sich in an ihrem Wirt festhalten – mehrere Tage lang, sofern sie nicht vorher entfernt werden.

Wohin stechen Zecken?

Bevorzugt werden geschützte, gut durchblutete Hautstellen wie Kniekehle, Armbeuge, Achsel, Bauchnabel und Genitalbereich. Auch der Haaransatz, der Nacken und die Ohren sind beliebt.

Warum sind Zeckenstiche gefährlich?

Es ist nicht der (minimale) Blutverlust, der Zeckenstiche gefährlich macht, sondern die Krankheiten, die durch einen Stich übertragen werden können. In Deutschland sind hier vor allem Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) relevant. Borreliose wird durch Bakterien verursacht und kann Haut, Nerven, Gelenke und das Herz betreffen. FSME ist eine Viruserkrankung, die zu einer gefährlichen Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führen kann. Gegen FSME ist eine Impfung verfügbar.

Borreliose ist im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Für FSME weist das RKI besondere Risikogebiete aus, deren Anzahl seit Jahren steigt. Tatsächlich ist aber auch hier eine Ansteckung bundesweit möglich.1,2 

Wann ist Zeckensaison?

Eigentlich fast immer. Denn Zecken sind zwar erst ab einer Temperatur von etwa 8 °C und daher überwiegend von Frühling bis Herbst aktiv. Durch die steigenden Temperaturen besteht aber mittlerweile auch im Winter Zeckengefahr: Dem Robert-Koch-Institut wurden erste FSME-Fälle mittlerweile sogar bereits im Januar gemeldet3.

Wie kann ich mich vor Zeckenstichen schützen?

Zum Vermeiden von Zeckenstichen wird folgendes empfohlen: Unterholz und hohes Gras meiden, lange, helle Kleidung tragen und nach Ausflügen ins Grüne den Körper absuchen, um Zecken frühzeitig – also möglichst vor dem Stich – zu entdecken. Noch mehr Schutz bieten Repellents, die den Geruchsinn der Parasiten stören, sodass sie uns nicht als Beute erkennen: Alle Produkte der ANTI BRUMM®-Familie halten Zecken und Mücken wirksam fern. Besonders empfehlenswert gegen Zecken ist ANTI BRUMM® Zecken Stopp. Es schützt mit bis zu acht Stunden besonders langanhaltend, ist auch auf der Kleidung anwendbar und bei sparsamer Verwendung für Kinder ab zwei Jahren geeignet. 

Was ist bei einem Zeckenstich zu tun?

Gefundene Zecken sollten so schnell wie möglich entfernt werden. Dazu mit einer Pinzette, Zeckenzange oder Zeckenkarte den Stechapparat so nah wie möglich über der Haut fassen und das Tier langsam herausziehen. Nach dem Entfernen die Stelle desinfizieren und einige Tage beobachten. Bei Rötungen, Schwellungen oder grippeähnlichen Symptomen einen Arzt aufsuchen.

Was sollte ich über andere Zeckenarten wissen?

Neben dem Gemeinen Holzbock ist in Deutschland vor allem die Auwaldzecke verbreitet, die manchmal Menschen befällt und vor allem als Überträgerin der „Hunde-Malaria“ bekannt ist. Gelegentlich werden hierzulande auch tropische Riesenzecken (Hyalomma-Zecken) gefunden. Diese sind eigentlich in Südeuropa, Afrika und Asien heimisch, werden aber oft von Zugvögeln eingeschleppt. Hyalomma-Zecken haben Augen und können ihre Opfer über mehrere hundert Meter verfolgen. Sie übertragen unter anderem Fleckfieber sowie das gefährliche Krim-Kongo-Fieber. Letzteres wurde bei in Deutschland gefundenen Exemplaren aber noch nicht nachgewiesen4.

Pflichttext

Repellents vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.